Agriturismo Il sole Verde - Toscana - Italy
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Guido und Il Sole Verde

Nie habe ich aufgehoert, den Ort zu lieben, an dem ich meine Kindheit und Jugend verbracht habe; so beschloss ich, nach 35 Jahren Stadtleben und Arbeit in einer Bank, aus mehreren Gruenden, unterstuetzt von meiner Frau, einer Lehrerin, und verbunden mit Opfern meines damals 18-jaehrigen Sohnes Francesco, zurueckzukehren aufs Land und unser Gut, dem inzwischen der Verfall drohte, wieder aufzubauen. Am 1.1.98 begann das neue Abenteuer. Unser Haus war bereits renoviert, so dass alle Anstrengungen darauf gerichtet wurden, den neuen Betrieb in Gang zu bringen.
Erstes Ziel war es, das Land und die vorhandenen Weinberge bestmoeglich zu bebauen und hierbei hatte ich das Glueck zwei besondere Menschen zu kennen, die mir einige Jahre geholfen und mich angeleitet haben: Piero und Armando.
Die zweite Zielsetzung war, einen Agriturismo, eine Ferienanlage, zu gruenden, also wollte ich zunaechst einen ansprechenden Namen finden, der den Touristen im Gedaechtnis bleibt. Eines Abends bei einem Essen mit ehemaligen Kollegen, schlug mir jemand 'gruene Sonne' vor, was ich zu 'Il Sole Verde' ergaenzte, da es zur Landwirtschaft und zum Ferienbetrieb passt.
In 24 Monaten wurde, mit der tatkraeftigen Hilfe meiner Frau Angela, der Agriturismo errichtet, der im April 1999 seinen ersten Gast, Sig. Roberto, empfing. Danach folgte der eigentliche Betrieb im Jahr 2000. Seitdem wurden laufend Verbesserungen unternommen, immer angeregt durch Angelas Fantasie, die sehr einfuehlsam mit den Beduerfnissen der Gaeste und meinem Tatendrang umzugehen weiss. In der Zwischenzeit kuemmerte sich Francesco um die Administration und Agnes, seine Freundin um den Kundenkontakt auf deutsch. Sehr wichtig war auch die Hilfe meiner Schwiegereltern, die uns mit viel Arbeit bei der Pflege und Verschoenerung der Anlage unterstuetzten. Ganz wertvoll die Weisheit und der Optimismus meines Schwiegervaters Antonio, der mich immer ermutigt hat weiterzumachen.
Sobald der Ferienbetrieb in Gang gesetzt war, habe ich mich daran gemacht, die Landwirtschaft weiterzuentwickeln, habe Weinberge neu bepflanzt, einen ganz neu angelegt und 500 Olivenbaeume von meiner Schwester gekauft.
Ein Wort noch dazu, was fuer mich, vielmehr fuer uns alle (einschliesslich dem Neuankoemmling Emma) der Begriff Gastlichkeit bedeutet. Menschen aufzunehmen heisst, immer bereit zu sein, unsere Gaeste so zu empfangen, dass sie sich 'zu Hause' fuehlen koennen, sie bei all ihren Anliegen zu unterstuetzen und sich zurueckhaltend, aber gerne, bei einem Glas Wein an ihrer Gesellschaft zu erfreuen. Wir haben so viele Menschen beherbergt und koennen sagen, dass wir nun viele neue Freunde haben, die uns am Herzen liegen.
Am Ende dieser kurzen Geschichte moechte ich noch die wichtige Gegenwart zweier Hunde, Orso und Lassy, erwaehnen, die jahrelang unsere angenehmen, treuen Freunde waren und immer die Aufmerksamkeit unserer Gaeste aus ganz Europa auf sich gezogen haben; sie wurden jetzt abgeloest von unserem Ercole, “the guardian“, dem Beschuetzer.

Mein Abenteuer, das ich mit 51 begonnen habe, empfehle ich allen, die Land, Leidenschaft und eine Familie wie die meine haben.

Guido